ART DIALOG

– Magazin für Kunst & Kommunikation –

Die Idee zu diesem Projekt hatte sich sehr schnell beim diesjährigen Rundgang in der Kunstakademie Düsseldorf in meinem Kopf zusammengesponnen. Die Vielfalt und Qualität der präsentierten Arbeiten hatten mich schlichtweg umgehauen. Ob Performance, Skulptur, Installation, Malerei, Film, Buch oder Fotografie, wirklich jedes Medium war hier vertreten und in verschiedenen Räumen perfekt aufeinander abgestimmt zu sehen. Mein erster Gedanke war es einzelne Positionen oder Räume herauszupicken und darüber zu berichten. Doch scheiterte diese Idee an der Qual der Wahl ...
Es ist wahrhaftig absolut wunderbar, vor Ardan Özmenoglus Haustür in Istanbul zu stehen. Surreal trifft es vielleicht noch besser. Erst vor drei Wochen hatte sie mich spontan bei ihrer Ausstellungseröffnung mit oben genanntem Titel in der Galerie Anna Laudel in Düsseldorf in ihr Atelier eingeladen. Und jetzt bin ich hier. Aber bin ich überhaupt richtig? In einem Mix aus Englisch und Gebärdensprache habe ich mich mit dem Taxifahrer verständigt und hoffe, dass er mich nicht irgendwo im Nirgendwo ausgesetzt hat und ich nun orientierungslos zurückbleibe. Das Klingelschild "hello I'm art" ist schon einmal beruhigend. Die Adresse scheint zu stimmen. Doch leider öffnet niemand ...
Die Botschaft steckt schon im Namen. Das Wort „Art“ fehlt. Auch wenn die Kunst selbstverständlich den Mittelpunkt bildet, geht es in „Tersane Istanbul“, dem neuen Standort der Contemporary Istanbul am Goldenen Horn, um weit mehr. Zuvor präsentiert im Kongresszentrum der Stadt, ist die 16. Ausgabe nun Teil eines gigantisches Urbanisationsprojekts, das sich der Neuentwicklung des vormals vernachlässigten Areals der 1455 gegründeten und bis ins 20. Jahrhundert betriebenen Haliç-Schiffswerft verschrieben hat. Gerade rechtzeitig zur Messe konnten für insgesamt 57 Galerien und Außenskulpturen auf einer Fläche von nahezu 10.000 Quadratmetern drei Hallen, ein Skulpturenhof und eine am Ufer gelegene Freifläche fertiggestellt werden. Hotels, Arbeitsplätze für Kreative, Gastronomie, Museen, Yachthafen mit Wassertaxi-Station in Richtung Altstadt und vieles mehr, werden folgen ...
Das Event MARTIN PFEIFLE X ODEEH in der Galerie Gisela Clement in Bonn hat eindrucksvoll bewiesen, wie Kunst, Mode, Architektur und Design zusammenspielen und sich gegenseitig inspirieren können. Doch waren es nicht nur die Akteure selbst, die diese Botschaft transportierten, sondern vor allem die Impuls- und Gastgeberin dieser Kooperation – Gisela Clement. Eine Gelegenheit, das Event einmal im Zusammenhang mit ihrer Person und Galeriearbeit vorzustellen ...

OPERATION EDELSTEIN

Breaking News! OPERATION EDELSTEIN erleuchtet die Welt! Das von Johannes Gehrke seit 1986 entwickelte Kunstprojekt ist vom 14.-31.8. ERSTMALS in seiner Vollständigkeit live in der Industriehalle Tor 1 auf GlückHaania zu erleben ...
Handy-Halterungen, Eisblöcke, Seziertische, gefrorene Materie im Tiefkühlschrank, zähflüssige Materie in Kanistern, Fotografien in verformten Rahmungen, und Schmetterlinge auf Videoscreens. Schon ungesehen macht mich allein die Auflistung der Protagonisten dieser Ausstellung mehr als neugierig. Was könnte diese formal so unterschiedlichen Arbeiten verbinden? Der Ausstellungstitel  "d a  u   e    r"  vermittelt eine erste Idee. Zeit spielt offensichtlich eine entscheidende Rolle ...
Wo fängt man an, wo hört man auf, wenn man die Chance hat mit einem Künstler zu sprechen, dessen Werk derart vielschichtig, umfangreich und bedeutsam ist wie seines? Alfonso Hüppi zählt zu den wichtigsten Vertretern der Nachkriegsavantgarde sowie der Postmoderne und ist ein ebenso begnadeter Maler wie Bildhauer, Zeichner und Grafiker. Meine anfängliche Idee, es mit einer thematischen Eingrenzung zu versuchen, scheitert mit seiner Antwort auf meine Frage, ob es vielleicht eine Werkgruppe oder Schaffensphase gibt, die ihm besonders am Herzen liegt: „Nein. Irgendwie hat alles seine Geschichte und ist deshalb für mich auch von Bedeutung“. Das macht unmittelbar klar, dass man sich diesem Œuvre  nur nähern kann, indem man über genau diese Geschichten spricht.
Er ist ein Künstler, der alle Klischees eines Bohemiens bedient. Bereits seit seinem fünfzehnten Lebensjahr lässt Bernhard Martin seiner schier unbändigen Abenteuerlust freien Lauf. Unkonventionell und exzessiv folgt er seinen Ideen zur Kunst. Glücksspiel, Drogenkonsum, Fälschungsdelikte oder das Leben auf der Straße gehörten einfach irgendwie dazu, weil „an die Grenzen der Gesellschaft zu stoßen“ für ihn Kunst bedeutet. Im Ergebnis finden sich sehr besondere Bildwelten von ihm komponiert, die in den prominentesten Sammlungen der Welt, wie beispielsweise der des "MoMa" in New York oder der des "Arario Museums" in Seoul vertreten sind und regelmäßig in ebenso prominenten Ausstellungshäusern präsentiert werden. Mit meinem Besuch in seinem Atelier in Berlin versuche ich, den Rätseln seiner oft grotesken Fantasiewelten auf den Grund zu gehen. Das Wort explosiv trifft am besten die geballte Ladung multipelster Gedankenströme, die mir in unserem Gespräch entgegengewirbelt werden ...

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