Banz & Bowinkel – Digitale Schatten realer (Ab)bilder
Sonntag, 23 Mai 2021
Zugegeben, bis zum Besuch dieser Ausstellung ist es mir erfolgreich gelungen, mich unauffällig an der Welt der Immersiven Kunst vorbeizuschlängeln. Allein die Fachterminologie mit ihren wie selbstverständlich angewandten Abkürzungen wirkte auf mich angsteinflößend: Artificial Intelligence (AI), Computer Generated Imagery (CGI), Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), Bots, und dann jetzt auch noch Non-Fungible Tokens (NFT) ... Zu technisch. Zu kompliziert. o dachte ich bis zu meinem Treffen mit Giulia Bowinkel und Friedemann Banz – DEM Künstlerduo, das die Entwicklung dieser noch jungen Kunstform seit ihren Anfängen mitgestaltet.
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Manuela Knaut – Die Schönheit des Übersehenen
Sonntag, 11 April 2021
Braunschweig. Yes! Genauso habe ich es mir hier vorgestellt, denke ich beim Betreten des Ateliers von Manuela Karin Knaut. Ein Crossover aus Farbeimern, Farbtuben, Sprühflaschen, Ölkreide, Holzlatten, Leinwänden, Fotografien, Papierrollen, Folien, undefinierbarem Krimskrams und natürlich Farbsprenkeln, wo immer man hinsieht, spiegeln das Explosive ihrer Arbeiten in absolut jedem Winkel des Raumes. Hier wird gemischt, gerührt, übereinander geschichtet und mit Materialien experimentiert was das Zeug hält. Knaut zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen innerhalb des sich immer stärker behauptenden Online-Kunstmarktes. Ihre Werke, die mittlerweile auf nahezu jedem Kontinent verkauft werden, lassen ebenso Elemente der Streetart wie des Objet trouvé (gefundene Gegenstände, die zur Kunst erklärt werden) erkennen ...
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Marlon Red – Auf der Jagd nach der unentdeckten Form
Sonntag, 14 März 2021
Düsseldorf. Die Idee der reinen Konzentration auf das Zusammenspiel von Form und Farbe – unter Verzicht auf jede Gegenständlichkeit – ist innerhalb der Kunstgeschichte nicht neu. Dass und warum die Fortsetzung dieser Idee nach wie vor aktuell und spannend sein kann, zeigt mir mein Besuch bei Marlon Red. Ein kurzer Blick auf ihre Malereien und Zeichnungen reicht aus, um die leidenschaftliche Experimentierfreude zu erkennen, die jedem einzelnen ihrer Werke innewohnt. Immer wieder aufs Neue überraschen ihre Bildmotive mit unterschiedlichsten Raumsituationen, die sie über die unendlichen Kompositionsmöglichkeiten aus Linie und Farbe, aufgetragen und bearbeitet auf verschiedensten Bildträgern, zu gestalten weiß ...
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Stefan Heyne – Die Interaktion von Bühnenbild und Fotografie
Sonntag, 14 Februar 2021
Köln, 2. Dezember 2020. Welch ein Privileg! Eingerahmt von Regisseurin Tatjana Gürbaca und Bühnenbildner Stefan Heyne (selbstverständlich unter Berücksichtigung der Abstandsregeln) darf ich meinen Platz einnehmen und mir die Aufführung von "Die tote Stadt" in der Oper Köln anschauen. Neben mir ist dieses Erlebnis nur wenigen weiteren Gästen, verteilt im ansonsten nahezu leeren Zuschauerraum, vergönnt. Die Akteure sind sichtbar aufgeregt. Handelt es sich doch um die Aufzeichnung zum Life-Stream der Neuinszenierung des Stückes, das am 4. Dezember 1920, dirigiert von Erich Wolfgang Korngold in Köln uraufgeführt wurde. Genau einhundert Jahre später wird es in die Gegenwart transformiert. In eine Gegenwart, die es den Akteuren lange Zeit nicht ermöglicht hat, in ihrer Kunst agieren zu können und Opernbesuchern noch auf unbestimmte Zeit das Live-Erlebnis verwehren wird. Die an diese Bedingungen angepasste Produktion versucht sich an einem neuen Format: Oper live, aber zu Hause am Bildschirm ...
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Louisa Clement – Lässt sich reale Leere digital füllen?
Sonntag, 17 Januar 2021
Bonn. Lässt sich reale Leere digital füllen? Wie verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung? Fragen, mit denen sich Louisa Clement künstlerisch auseinandersetzt und die mir seit meinem Besuch bei ihr keine Ruhe mehr lassen. Immer stärker realisiere ich die Macht der digitalen Kommunikation, die uns vor allem jetzt – unter den Bedingungen der Pandemie – den scheinbaren Kontakt zur Außenwelt erhält. Das so populär gewordene: „Your Likes made my day“ hat für mich einen beängstigenden Beigeschmack bekommen ...
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Fabio Borquez – Fotografie noir? – Ein Atelierbesuch in sieben Szenen
Dienstag, 15 Dezember 2020
Bevor es gleich in ungewohnter und ungewöhnlicher Form losgeht, eine kurze Erklärung zur Ideenfindung: Das erste Mal begegnete ich Fabio Borquez zu Beginn dieses Jahres. Anlass war seine beeindruckende Ausstellung Flores del Mal auf Schloss Benrath in Düsseldorf. Zu sehen waren dort Aktfotografien von Frauen, die in kunstvollen Inszenierungen mit Blumen geradezu symbiotische Wesen bildeten. Das opulente Ambiente des Schlosses schuf den perfekten Rahmen.
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Volker Hermes – Hidden Portraits – Nur Maskerade?
Sonntag, 15 November 2020
Düsseldorf-Unterbilk. Auch wenn seine derzeitig durch die Decke schießenden fotokünstlerisch geschaffenen Hidden Portraits es vielleicht nicht auf den ersten Blick vermuten lassen, Volker Hermes ist Maler. Ursprünglich waren seine sehr speziellen Portraits nicht als eigenständige Werkserie, sondern lediglich als Studien zur Geschichte der Malerei geplant. Ebenso schätzte der Künstler Instagram bis Juli 2020 als ein für ihn ungeeignetes Medium für die Präsentation seiner Kunst ein. Doch dann kam alles überraschend anders ...
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FACES OF EUROPE by Carsten Sander – Interaktiv behind the scenes
Sonntag, 18 Oktober 2020
Tallinn/Estland, Kilometerstand: 28.000. Das Fotokunstprojekt FACES OF EUROPE befindet sich im Countdown, als ich meine Tour-Begleitung von Estland über Finnland und Schweden nach Dänemark antrete.
Was treibt Carsten Sander an, eintausend Menschen in den verbliebenen siebenundzwanzig EU-Ländern zu portraitieren und innerhalb unterschiedlichster Ausstellungsformate zu vereinen? Wie reagieren die Menschen in den jeweiligen Ländern auf die Idee des europäischen Gedankens? Und warum entscheidet sich ein Meister der fotografischen Inszenierung bei diesem Projekt für eine bewusste Nicht-Inszenierung?
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